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...und wieder startet ein läuferischer Spendesammler

 
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Beobachter



Anmeldungsdatum: 29.01.2007
Beiträge: 41
32547 Bad Oeynhausen

BeitragVerfasst am: 24.06.2010 07:51    Titel: ...und wieder startet ein läuferischer Spendesammler Antworten mit Zitat

In der Tageszeitung Neue Westfälische vom 24.06.2010 steht geschrieben, daß der australische Parlamentarier Pat Farmer, mit einem "Marathon" über 21000 Kilometer Spendengelder für Wasserprojekte in armen Ländern eintreiben will. Farmer will in der Antarktis starten und durch Süd-, Mittel- und Nordamerika bis zum Nordpol laufen - rund 80 Km pro Tag. Farmer ist 48 Jahre alt und gibt für diesen Lauf extra seine Parlamentskarriere auf.

Ich frage mich bei solchen Sachen immer öfter, ob es den Personen nur um ihre Selbstdarstellung geht oder stehen wirklich die Spenden für die Armen dieser Welt im Vordergrund?

Warum muß eigentlich immer gelaufen werden für solche Aktionen? Es vergeht doch kaum ein Jahr, in welchem nicht wenigsten ein Mensch für irgendwelche Spendenprojekte die Laufschuhe schnürrt. Das komische ist, man liest in der Presse meistens nur vom Start und Willen der Person, was letzten Endes dabei herausgekommen ist, erfährt man selten - fast nie!

Hierzu noch ein Link aus der Welt online:

http://www.welt.de/vermischtes/article8158155/Australier-will-mehr-als-21-000-Kilometer-laufen.html

Viel Spaß beim Lesen!
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markusm



Anmeldungsdatum: 07.12.2005
Beiträge: 608
Eagle, CO, USA

BeitragVerfasst am: 24.06.2010 23:04    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr schoener Artikel

Woran erkenne ich Laufsucht?

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Sechs Indizien
Nicht jeder, der viel und gern läuft und den ein schlechtes Gewissen plagt, wenn er es einmal nicht tut, ist gleich süchtig. Doch listen Wissenschaftler sechs Indizien für eine Ausdauersportsucht auf (nach Stoll/Pfeffer/Alfermann, 2010: Lehrbuch Sportpsychologie) 1. Sehr stark negative Motivation („Erledigungszwang").
2. Ausdauersport ist zentrales Motiv: Das Verhalten kontrolliert die Person, nicht umgekehrt.
3. Starke (psychophysiologische) Entzugserscheinungen.
4. Missachten von Signalen der Überlastung, dadurch körperliche Schädigung.
5. Sozialer Verfall (z.B. Zerrüttung der Ehe, defizitäres Wahrnehmen von Verantwortung) immer wahrscheinlicher.
6. Immer größere Dosen werden benötigt und toleriert.

Laughing

Ueber die Wohltaetigkeitslaeufe spaeter mehr.
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schiffsdiesel



Anmeldungsdatum: 09.10.2008
Beiträge: 161
40629 Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 24.06.2010 23:45    Titel: Pat Farmer Antworten mit Zitat

Tach auch.

Also ich finde da erstmal nix falsch dran, beim Laufen für einen guten Zweck zu sammeln. Es bleibt ja jedem selbst überlassen, ob man was gibt. Aggressives Betteln wie bei uns in der Altstadt hab ich bei nem Läufer noch nie beobachtet. (der hat ja auch keine Zeit einem ein Ohr abzukauen... Cool)
Ich glaube, der Mann erfüllt sich da einen Lebenstraum, was für ne Wahnsinnsstrecke!!
Über sauberes Trinkwasser brauchen wir ja eigentlich auch nicht nachzudenken, es kommt direkt aus dem Hahn. Andere Menschen laufen morgens erstmal mehrere Km`s um zu einem sauberen Brunnen zu kommen. Die litern nicht die Trinkblase aus, um zu sehen, wieviel wirklich reinpasst und schütten es dann weg, weil sie festgestellt haben, dass die Herstellerangabe richtig ist.

Er tut was für sich und denkt dabei noch an andere, das ist doch völlig okay so.

Mit sportlichem Gruß, der Diesel
_________________
STEHT AUF, wenn ihr Läufer seid!
Gemeinsam sind wir stärker!
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markusm



Anmeldungsdatum: 07.12.2005
Beiträge: 608
Eagle, CO, USA

BeitragVerfasst am: 25.06.2010 16:38    Titel: Antworten mit Zitat

Etwas im Namen fuer einen guten Zweck zutun schein in Commonwealth Laendern und USA ueblich zu sein. Und fuer mich war das auch nie ganz verstaendlich.

Jetzt wo ich in den USA lebe, verstehe ich das zumindest ein bischen besser. Hier sammeln Leute staenig fuer irgendwas. Oft fuer Person die krank geworden sind und ihre Krankenhaus Rechnung nicht bezahlen koennen. Das fuert nicht selten zum privaten Bankrott.

In USA gibt es unzaehlige “non – profit” Organizationen die Steuerfreiheit geniesen. Das heist aber nicht das im Hintergrund kraeftig Geld verdient wird. Bei uns im Tal habe ich gerade gelesen das eine Organisation einen Direktor fuer $180.000 beschaeftigt.
Sicherlich wird auch gutes getan aber eine Non Profit Organisation in USA ist alles andere als Non Profit.

Ich schliesse mich Joerg’s Skepsis gegenueber Charity Laeufen skeptisch an. Ein gutes Beispiel ist Lisa Smith Batchen die gerade ihren 50 Meilen in 50 US Staaten Lauf beendet hat. Sie wollte $ 1.000.000 fuer Waisenkinder sammeln. In einem Fernsehinterview war jezt von einigen Tausend Dollar die Rede.
Wie gross der Prozentanteil der Spende ist die wirklich an die genannten Organisationen fliesst wird nie benannt und duerfte eher niedriger sein.

Zumindest in den USA gehoert es zum guten Ton fuer Charities zu spenden. Aus diesen Zusammenhang heraus sollte man das sehen.

Markus
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entreotto



Anmeldungsdatum: 21.07.2008
Beiträge: 224
65527 Niedernhausen

BeitragVerfasst am: 30.06.2010 15:14    Titel: Antworten mit Zitat

Irgendwann erschienen dann auch diese Spendenmatten bei vielen Stadtmarathons. Ich lief in Frankfurt vor vielen Jahren über die Matte ohne den Zweck zu kennen; dann bekam ich einen Brief, dass 3€ damit als Spende für Caritas abgebucht werden, wenn ich in 2 Wochen keinen Einspruch erheben würde.
Ich habe dann keinen Einspruch erhoben, aber in zukunft keine Spendenmatte mehr belaufen.
Von den 3€ schon mal das Briefporto abziehen und die Verwaltung, dann bleibt nichts übrig.
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